Donnerstag, 1. Dezember 2016

Küchengärten - Forde Abbey, Dorset, GB

Küchengärten liebe ich vor den eigentlichen Gärten der jeweiligen Anwesen. Sie geben mir das Gefühl von Sicherheit in Notzeiten. Da kann man ernten, wenn es nichts mehr zu kaufen gibt. Forde Abbey ist ein bezauberndes Anwesen in Dorset, die Bilder sind aus zwei verschiedenen Jahren, jedoch ungefähr zur gleichen Zeit.
 Wie in allen Küchengärten wachsen dort auch Stauden, von denen ich total fasziniert bin, da sie bei uns in unserem Klima nicht wachsen würden, jedenfalls viele davon. Oder hat einer von euch Agapanthen im Garten ausgepflanzt?
 Der schöne Alanth, wie gerne hätte ich einen - doch es ist kein Platz vorhanden.

 Sweetpeas, in allen erdenklichen Farben fand ich dort. Sie duften so wunderbar. In diesem Jahr jedoch waren sie alle schon vergammelt, gelb und vertrocknet. Das liegt am Wetter, sagte die Gärtnerin, die ich fragte.

 Miezi hat gekratzt und war sehr unfreundlich
 In Forde Abbey haben sie Zwiebeln in Sorten, die an Größe das bei weitem übersteigen, was ich kenne. Leider konnte ich keine mitnehmen.


 Auch eine sehr schöne Kombination. Weiß jemand, was das ist und wie das Gras heißt?

Zum Anbeißen! Da lohnt sich das ernten.
Ihr wißt ja, Frauen müssen immer aufs Örtchen, meist in Gruppen. Ich fand diese Toilettentür absolut fotografierenswert. Jedesmal.
 ... auch Fliesen und das Fensterschloß
Demnächst erscheint dann hier der herrliche Garten von Forde Abbey, ein Genuß - soviel kann ich verraten, besonders für alle Eibenliebhaber.

Samstag, 26. November 2016

Rye, East Sussex, GB

Zu einem Kurzbesuch waren wir während einer Gartenreise in Rye. Die Zeit war wie immer limitiert, leider. Da wir aber privat schon oft dortwaren, tat es nicht ganz so weh. Irgendwie ist es immer wie Heimkommen, man kennt alles. Nur den Garten - den kannten wir noch nicht.

Die Häuser sind so typisch für diese Gegend. Wenn man das erste Mal nach Rye kommt, kriegt man den Mund nicht mehr zu. Mein Lieblingshaushaltsgeschäft gibt es nicht mehr. Traurig. Man findet viele Antiquitätengeschäfte dort.

Das mußte ich aufnehmen, der Bus steht bereit für ein 'Wedding Special'. Blöd, wenn man wie ich schon verheiratet ist!
Ich liebe die Schilder der Gaststätten - auch anderswo.

Dort sind wir in die Ecken gekrochen, muffig war es. Es gab einige Stücke, die mich interessiert hätten, sie sind nicht teuer. Nur wie hätte ich das dem Busfahrer verkaufen sollen? Ich fürchte, da wäre ich gescheitert, wenn ich mit einer Kirchenbank angetrabt wäre.
Immer modern - die Holzenten, jetzt mit Gummistiefeln
Vote leave - ihr seht, wann ungefähr wir dort waren, Brexit läßt grüßen
Ärgerlich, wenn man einen Dickkopf hat, mir passen keine Hüte. Ob sie mir stehen würden, kann ich von daher nicht sagen. Sogar in den Charityläden bekommt man für kleines Geld einen allerdings getragenen Hut.

Wieder ein Pub
Privat ja, aber würde man da nicht gerne mal ein Auge riskieren?

Ich stöhne dann immer, wenn ich nicht hineingehen darf. Das fällt schon sehr schwer, weil sich oft hinter einem Tor ein Kleinod verbirgt.
Diese Straße liebe ich
Am Hafen findet man Läden, die alte Sachen fürs Haus verkaufen, Geschirr, sortiert nach Epoche, z. B. in gelb, lindgrün oder rosa aus den (sagen wir mal) fünfzigern? Herrlich, ich traue mich nie zu fotografieren. Manchmal kaufe ich etwas, wie z. B. Suppenlöffel versilbert. Sie haben dort runde Suppenlöffel, die Löffel die wir kennen, nehmen sie für Müsli.
Zum Essen kann man diese Teile nicht mehr verwenden, denke ich, aber für Deko bzw. Basteln sehr gut, sie kosten ja ganz wenig.


Pimms, der Briten Nationalgetränk nach Bier und Whisky. Ich hab mir eine Flasche aus Schottland mitgebracht und werde sie bald öffnen.


Eis - leider findet man auf dem Land nicht sehr oft welches. Nun - habt ihr Lust bekommen? Rund um Rye gibt es viele Gärten.

Dienstag, 22. November 2016

Garden open - Kurzbesuch in Rye, East Sussex, GB

Wer glaubt denn, dass er auf einer geführten Gartenreise außerplanmäßig einen Garten auf eigene Faust erkunden kann? Wenn auch nur für kurze Zeit? Uns ist es passiert. Stand da doch ein Schild, als wir zum Hafen liefen. Die Zeit war sehr beschränkt, Rye galt es zu erkunden, da denkt niemand an einen Garten. Und dann kommt da so ein Schild ...
 Wir haben nicht lange gezögert, zahlten 2 Pfund pro Mann ohne Maus und besuchten diesen netten Privatgarten, an dessen Tor der Besitzer freundlich einlud.
 Der Eintritt war für einen guten Zweck, wie es so oft in Großbritannien geschieht. Das könnten sie bei uns auch mal einführen.
 Handarbeiten und Kaffee und Kuchen, Verzeihung Tee und Kuchen, wurden angeboten. Leider war dafür keine Zeit. Schnell gingen wir durch den kleinen Garten und waren in 15 Minuten wieder draußen. Ist das nicht eine Schande? Ich hab mich irgendwie gar nicht gut dabei gefühlt, so schnell zu verschwinden, aber der Bus wartete und die wären ohne uns gefahren, so viel war klar.

 Niemals hätten wir in dieser engen Straße einen Garten am Haus vermutet, denn meist gibt es eine Mauer und ein Tor, der Platz ist überall eng. Und doch - die Briten schaffen das. Bei uns wären das Hinterhöfe, hier sind es Gärten. Liebevoll und geschickt angelegt. Verwinkelt findet man wirkliche Träume vor.
 Wir waren restlos begeistert. Nur wenige unserer Mitreisenden kam an dem Grundstück vorbei.



 Das ist ein Traum, oder?


Wie gerne hätten wir an einem Tisch Platz genommen und ein Stück Kuchen gegessen. Keine Zeit - ein Drama. Und doch - es war für uns beide ein ganz besonderes Erlebnis, dass Menschen ihren Garten für uns geöffnet hatten!