Mittwoch, 24. August 2016

Sommer, Sonne - Sonnenbrand

Der Sommer ist da - ich hatte ihn nicht mehr erwartet - und ehrlich - mir ist es zu warm. Schon wieder dreißig Grad, da bleib ich doch lieber drin. Ich habe zwei Marmeladen gekocht.
 Den Hostas geht es gut, einige sind sehr zerfressen, das sind meist die im Beet, aber auch einige im Topf, wie mit Schrot geschossen. Nichts zu machen. Ich muss mal den Züchter fragen, ob er Hilfe weiß.
 Meine schöne Miranda wird nun auch gleich verglühen, wie immer wenn es so heiß ist. Es sieht so aus, als ob der Garten sich freuen würde - die Katzen tun es. Faul liegt unsere Dame vor der Tür und ist nicht zu bewegen, die 30 cm zu überwinden, um hereinzukommen. Termine gibt es derzeit viele, oft klingelt Besuch, eine Freundin erscheint oder ich besuche welche. Wir haben Ende August - die Zeit muss man nutzen.
 Blau ist der Himmel und die Gräser recken den Hals. Die Bohnen sind abgeerntet und aus dem Kübel entfernt, damit Fo Tieng sich nochmal so richtig breitmachen kann.
 Die Sommerastern blühen um die Wette
 Colette hat es ganz gut, sie bekommt ein wenig Schatten
 Raspberry Sundae
 Erinnerungen an Cornwall - neun Jahre ist es her, dass ich Red October gekauft habe. Viele meiner Hostas stehen zu schattig, darum wachsen sie auch nicht so schnell. Natürlich können sie so ihre wahre Schönheit auch nicht richtig entfalten. Ich kauf auch keine neuen mehr, geb ich mal eine ganz weg, gibt es eine neue, aber die Grundstückzahl soll erhalten bleiben. Sonst hab ich keinen Garten, sondern eine Sammelstation.

 Ist es nicht schön - das Röschen?
 Und er da? Verfolgt mich auf Schritt und Tritt - solange er will. Draußen geht er meist eigene Wege - seine Kreise werden größer.
Unsere Helenium sind eine Pracht, die Flecken werden immer größer. Auf der Terrasse summt und brummt es - ein wahrer Pollenspender. Die Hornissen nutzen die Pracht auch, sie kommen, nehmen eine Biene mit und bringen sie ins Nest. So ist die Natur - es sind Räuber.

Gestern kamen 3 Raummeter Holz - Mr. W. schleppt bereits wieder - Scheit für Scheit die Treppen hoch bei dieser Hitze. Dafür kriegt er nachher auch ein leckeres Essen in zwei Gängen! Gehabt euch wohl - und vergeßt das Sonnenöl nicht - momentan verbrennen auch viele Pflanzen.

Montag, 22. August 2016

Lemon Shortbread with Earl Grey Tea

Wie lange nehme ich mir das jetzt schon vor? Man darf ja nicht nur backen, wenn es weihnachtet. Und wenn man jetzt bald Lebkuchen kaufen kann, back ich mir selber was. Kürzlich in Britannien gewesen, habe ich mir zwei tolle Shortbread gekauft, eines mit Zitrone und Earl Grey drinnen, eines mit Rosenblättern und Rosenwasser. Lecker! Und dann kam meine Gartenfreundin Anne und brachte mir Rosmarin-Lemon-Shortbread aus der eigenen Küche mit - saulecker.
 Mr. W. knetete mir den Teig und zog sich dann mit einem Draht und einen Plastikhandschuh zum Fädeln von Peperoni ins Esszimmer zurück. Von mir belächelt - weil er nur an einer Hand einen Handschuh trug ...
Shortbread darf nicht zu dünn sein, in England sind sie noch dicker. Beim nächsten Mal dann ... wenn es Rosen Shortbread gibt. Diesmal waren dann die mit Zitronenschale dran.
Von diesem Förmchen habe ich mehrere Sets, pro Set fünf Herzen, verschiedene Größen in Dosen. Oder andere Formen ... ich bin ein ewiges Kind.
Beim Backen verändern die Herzen die Form etwas und sehen so sehr harmonisch aus. Und wie sie erst schmecken ...

Lemon Shortbread with Earl Grey Tea 

500 Gramm Mehl (in meinem Fall Dinkel)
350 Gramm Butter
150 Gramm Zucker
abgeriebene Schale von zwei Zitronen
Inhalt von einem Beutel Earl Grey Tea
eine ordentliche Prise Salz

verkneten, kühlstellen und dann die Herzen ausstechen.
Nicht wundern, am Ende der Backzeit (ca. 20 Minuten, 180 Grad) riecht es seltsam, das ist der Tee.
Abgekühlt ist der Geruch weg und es schmeckt herrlich!

An den Kommentaren merke ich, dass viele sich das nicht vorstellen können! Seht mal hier: Waitrose
mein absolut favorisierter Lebensmittelladen, sie haben das beste Essen, echt. Ihr sterbt also beim Essen nicht daran, im Gegenteil. Es entwickelt sich ein Wohlgefühl im Mund!

Mittwoch, 17. August 2016

Fordyce Castle, Aberdeenshire, GB

Vor einigen Jahren wollten wir schon einmal nach Fordyce, um in diesem Schloss eine Wohnung zu bewohnen. Ich wurde krank, die Buchung storniert, die Versicherung mußte zahlen. Aber sehen wollten wir das Schloss schon, und den dazugehörigen Ort. Wir wurden sehr angenehm überrascht!

Fordyce ist ein sehr sauberer Ort. Andere Orte sind auch sauber, aber es kam mir so freundlich vor, alles war so hübsch hergerichtet. In anderen Orten gab es viele einjährige Blumen als Schmuck, hier fanden wir Stauden vor, überall.
 Friedhöfe ziehen uns magisch an, wir fotografieren dann beide, eigentlich immer, und es gibt ähnliche Aufnahmen.
 Ein Blick die Straße hinunter auf das Castle ...
 Hinterher erfuhr ich, dass es irgendwo eine sehr schöne Teestube gibt, wir haben sie aber nicht gesehen.
Zimbelkraut als Sarkophagschmuck, das hat was.
 Über der Friedhofsmauer hängt eine Fuchsienhecke aus winterharten Fuchsien
 Durchblick zum Castle
 Alles war so bunt, und das nicht am Meer, sondern im Hinterland. Schön, nicht?
 Wir gingen ein Stück in den Wald rein. An seinem Rand lief ein Bach entlang, jemand hatte dort seine überschüssigen Stauden ausgepflanzt, was für eine schöne Idee!
 Und wir fanden diesen alten Schäferwagen, sofort ging mit mir die Phantasie durch. Ihr wißt, was ich meine? Kleines Sofa drinnen, hübsche Gardinen, alles frisch gestrichen ...
... und hier wuchs dann unter anderem die Rodgersie am Bachrand, sowas sollte man öfter sehen!

Sonntag, 14. August 2016

Fyvie Castle, Schottland - Begegnung mit einem Geist in grün

Fyvie Castle - eine Begnung der beeindruckenden Art für mich in Schottland. Wir waren früh dort, wir sind meist früh. Und waren die einzigen Besucher zu dieser Zeit. Da wir Mitglied im National Trust von England sind, können wir kostenlos auch die Besitzungen des National Trust for Scotland besuchen. Das Haus darf man nicht alleine durchstreifen, wir hatten eine Führung - für uns ganz allein. Ein besonderes Erlebnis mit einer besonderen jungen Frau als Führerin.
 Ein Brunnen im Hof von Fyvie
 Eigentlich darf man innen nicht fotografieren, wie schade. Aber bevor wir gerügt wurden (die Schotten können das sehr dezent) hatte Mr. W. schon zweimal geschossen. Unser Weg nach oben führte über eine breite gewendete Steintreppe, auf der früher die Ponys und Pferde der Besitzer nach oben ritten. Die hatten Nerven! Sie mußten ja nicht putzen. Sehr fundiert erzählte uns die junge Frau, dass einer der Besitzer seine Frau in ein kleines Zimmer von nicht mal 8 qm einsperrte und sie dort ließ, weil sie ihm den Erben nicht schenkte. Sie bekam nur Mädchen. Die kreuzunglückliche Frau geistert heute als grüne Frau durch das Schloss. Bitte den Link nachlesen. Ich habe die Frau nicht gespürt, da war nur Frieden. Doch als wir in die Bibliothek kamen, zog sich mir sofort der Rücken zusammen. Es gruselte mich. Ich sage es, und die Führerin drehte sich um und zeigte nach oben. Dort war die Leichenmaske eines Mörders, die der exzentrische Besitzer dort aufgestellt hatte. Man kann sich also auf mein Gefühl verlassen. Immer.
Im Wohnzimmer wurden wir gebeten, doch einen Moment auf einer Couch platzzunehmen, bis die Führerin soweit war. Gegenüber der Couch hängt ein enormes Portrait einer lebenslustigen Frau (die Gattin des letzten Besitzers, Amerikanerin, ihr gehörte das Geld). Das Bild verfolgt mich noch heute. Sie sprühte vor Leben und egal, wo man im Raum stand, sie sah einen an. Ein Meisterwerk!
 Zum Schloß gehört natürlich auch ein Küchengarten, das ist selbstverständlich. Eine Schar unglücklicher junger Männer säuberte die Beete extrem lustlos und unbeholfen. Es waren Schüler, die ein gutes Werk tun sollten. Das hätten sie auch lassen können, so, wie sie sich anstellten.

 Die Erzeugnisse werden auch an Besucher verkauft.



Ich glaub, da fahr ich wieder hin, es ist unglaublich beeindruckend!

Mittwoch, 10. August 2016

Frühherbst?

Auf in den Garten, es gibt täglich was zu tun, denn ein richtiger Gärtner kümmert sich jeden Tag um die Scholle!
 Die Blätter von Clematis Jasper finde ich total schön, so hell und groß!
 Die Früchte des Sorbus zieren jetzt den Garten, das ist ein Zeichen für den Frühherbst, ich mag sie, zur Dekoration sind sie auch sehr gut geeignet

 Ganz früh am Morgen sah es am Wochenende dann so aus, aber es blieb auch dabei, der Regen kam nicht, es ist ja auch nass genug draußen.
 Kennt ihr Agastache foeniculum? Sie samt sich aus, bei mir darf sie das bisher nur in den Wannen. Dort entwickelt sie sich auch prächtig. Eigentlich ist sie kurzlebig, aber hier werden sie einige Jahre alt. In kalten Wintern verschwinden sie wieder.

 Unwirklich, die Farbe der Bohnen. Aber sie sehen wirklich so aus.
Limelight (Hydrangea paniculata) hat in diesem Jahr noch keinen Schluck Wasser von mir bekommen. Sie sind zu zweit, ich kann sie leider nicht richtig zeigen wegen des Nachbargrundstückes,  es sind Giganten, ich werde jetzt wieder das Band auspacken, um sie zusammenzuzurren.
Und er hier? Hängt ab, er darf nicht raus wenn er das will, sondern wenn ich es will. Seine Zeiten werden aber immer länger. Mehrmals täglich verschwindet er - kommt aber immer, um nachzusehen, ob ich noch da bin, mein Mamakind!
Blödsinn beherrscht er fast bis zur Perfektion
Gucki, da bin ich wieder!