Sonntag, 23. April 2017

Am Ende einer Nacht - klingt wie ein Filmtitel, ist es aber nicht!

 Am Ende einer Nacht waren mehr Pflanzen erfroren als ich es je erlebt habe. Eigentlich habe ich es nur ganz selten erlebt, und nur bei wenigen Pflanzen. Nun wird nichts von meiner Erzählung über meine Epimedien, mind. 10 Stück sind erfroren, sicher, die meisten kommen wieder, aber erst im nächsten Jahr. Keine filigranen Blüten mehr. Die, die ich schon fotografiert hatte, könnt ihr ansehen - der Rest ist hin. Wie ihr aber oben seht - der Garten lebt weiter nach dem Frost. Wenn auch viele Blüten braun sind, viele Farne hängen und einer immer noch nicht ausgetrieben hat.
 Farne sind fragile Gebilde, die noch nicht aufgerollten Blätter werden hoffentlich hochkommen. Ich habe den Eindruck, bzw. es ist so, in diesem Jahr sind auch einige Hostasorten an den Blättern kleiner. Der Winter war lang und zu warm, dann war es kalt und ich hatte sie nicht gegossen. Ich tue das nie im Winter in den Töpfen. Dadurch verliere ich gelegentlich Minis, das ist aber nicht schlimm. Nur die Harten kommen in den Garten. Pienzjer (Weicheier) können wir hier ohnehin nicht gebrauchen! :)
 Epimedium franchettii
 Nach und nach schneide ich jetzt das Erfrorene ab
 Auch das Hakonegras täuscht, es hat sich eingerollt und wird sich vermutlich nicht mehr öffnen, dann schneide ich es nieder in der Hoffnung, dass es wieder kommen wird. Ein Hingucker weniger. Die große Hosta Sagae (der Liebling von Steiniger Garten) habe ich im letzten Sommer in zwei sehr großen Stücken an den HVX-Virus verloren. Jetzt ist mir die Liberty erfroren, auch ein Hingucker. Beides brauche ich nun neu, auf sie werde ich nicht verzichten.
 Epimedium x cantabriense habe ich noch vor dem Frost fotografiert
 Die Orangekönigin war mit der Blüte durch, jetzt wird sie komplett vom Laub bedeckt, sie ist unkaputtbar und wächst bereits im Rasen (soweit man es so nennen kann)
 Epimedium Black sea hat auch schon vor dem Frost geblüht - zartgelbe Engel auf dunklem Laub
 Die Blüten des gelben Holunders hat der Frost erledigt
 Apfelbäumchen auch
Epimedium Firedragon
Erfroren nun auch das Epimedium Amberqueen, das zuvor jedoch schön geblüht hat.

Ohne jammern zu wollen, liste ich mal ungefähr auf, was es erwischt hat (wie gesagt, noch nie in meinem langen Leben zuvor):

Kletterhortensie
brauner Holunder mitsamt Laub
Blüten des gelben Holunders
Rosenneuaustriebe
12-15 Hostas
10 Epimedien
ca. 5-6 Farne
3 Astilben
(das Hochbeet lebt, es wird verpackt)
1 schöne neue Clematis, die hoffentlich wieder durchtreibt
2 Zierapfelbäume an den Blüten
Alle Buchsneuaustriebe
5 Spireen werden nicht blühen, keine weißen Wolken
Wein
Laub der Rispenhortensie
2 Saxifraga
usw.

Auch die grüne stehende und die gelbe sind erfroren, ausgerechnet auf der Terrasse, wo ich sie nicht austauschen kann.

Ich denke, es gibt schlimmere Dinge im Leben, wenn man sich die Welt anschaut. Meine Pflanzen kommen wieder oder es ist die Chance zu Neuem!

Sigrun

Donnerstag, 20. April 2017

Marwood Hill, North Devon GB


Marwood Hill, das bedeutet für mich Sommer, Sonne, Scones und Freundinnen - und daran werde ich mich immer erinnern! Marwood Hill liegt in Norddevon, der vormalige Besitzer und Begründer des Gartens ist bereits verstorben und das Anwesen wird, wenn ich mich recht erinnere, von einem Trust weitergeführt. Kommt man zum Eingang hin, beginnt der Teil mit den Agapanthus in vielen Sorten, so wundervoll! Das Licht war grell, es war Sommer - und doch sprechen die Bilder für sich.
Man sagt, dort gäbe es die besten Scones, sogar auch salzig, das ist jetzt *in*.
 Verläßt man den Garten, gibt es auf der linken Seite eine kleine Gärtnerei, die jedoch geschlossen war, diesmal - beim nächsten Mal war sie offen, ihr wißt sicher, was dann geschah! :)

 Blau und gelb, wohin das Auge reicht. Wir konnten uns kaum lösen und haben auf dem Anwesen sehr viele Fotos von uns gegenseitig gemacht und viel gelacht. Das ist nicht auf jeder Gartenreise so, manchmal passt es von der Gruppe her einfach nicht. Das ist mir bisher allerdings nur einmal passiert, und ausgerechnet da war Mr. W. dabei - der hat bestimmt gedacht: Weiber!

 Sag nochmal einer, lila und gelb passt nicht. Es ist halt Geschmackssache.
 Aus meinem Garten wegen der Kinder verbannt, durfte ich hier den Eisenhut in Fülle genießen.

 Beim zweiten Besuch war das gelb weg - jemand hatte es gestohlen! Ich kann es bis heute nicht verstehen. Die schönen hohen gelben Pflanzen waren verschwunden.

 Geht man den Hang hinunter, kommt man zum ruhigen Teil, wo man die Astilbensammlung findet. Viele Bäume wachsen dort, die ich noch nicht gesehen habe.

 Eine Mutter badet ihre Kinder. Ich liebe diese Bronzestatuen


 Auch ein Abbild des Gründers ist vorhanden, sinnierend blickt er auf seine Bäume
Und so ging es eigentlich die ganze Zeit - Handys oder Fotos hoch - und klick. Was für ein Spaß.

Ich möchte nochmals auf die Scones zurückkommen. Sie sind wirklich extrem gut und direkt für uns frisch gebacken. Manchmal bekommt man welche aus der Tiefkühltruhe, das schmeckt dann gleich nicht mehr so gut. Angrenzend ist ein Shop, klein - aber oho. Ein anderes Mal zeige ich euch Bilder von den schönen Dingen, die man dort kaufen kann.

Montag, 17. April 2017

Aprilwetter - es schneit


 Ostermontag, es schneit. Schnell hat mir mein Undergardener vom Gartentisch die kleinen Hostas unter den Unterstand gebracht, sie haben alle frisch ausgetrieben. Das Hochbeet werden wir morgen abdecken, es sollen Minusgrade werden. Die Hostas in den Beeten oder anderen Töpfen müssen mal sehen, wie sie zurecht kommen. (Liberty)
 Eigentlich wollte ich etwas über meine Epimedien berichten, doch sie blühen noch immer nicht alle, weil es so kühl ist, es hat auch noch Zeit. Links E. Lilafee und rechts Geranium maculatum 'Espresso'. Ich hab es mal etwas mehr gedüngt und siehe da, endlich wächst es. Und es sitzt schon so lange dort. Unser Boden taugt an den meisten Stellen zu rein gar nichts, das wird mir immer klarer.
 Hier wird gemäht, alles ist zusammengeräumt. Das Gras wuchs während der warmen Tage so schnell, dass wir es wöchentlich mähen mußten!
 Ein neuer Sport, ganz neu abgestochen von einer Hosta. Ist er nicht schön? Ich hoffe, er hält sich.
 So sieht eine Hosta aus, die von einem großen Helleborus begraben wurde. Jetzt ist sie umgesetzt. Wenn sie sich eingelebt hat, wird sie noch gedüngt (one man's treasure).

 Bedenklich nah kommen die Maiglöckchen einer weiteren Hosta. Ich glaub, auf Maiglöckchen muss ich verzichten, die wachsen hier einfach zu gut.
 Richtig bange ist mir um die beiden Zieräpfel, sie fangen gerade an zu blühen. Hoffentlich erlebe ich die Blüte - es soll sehr lange kalt bleiben (Malus Royalty).
Um sie habe ich keine Bange, Hosta Sea octopus, eine Krake, die ich schon oft verschenkt habe! Sieht sehr schön aus.
Da das Wetter ohnehin macht, was es möchte, ist heute also Ostermontag im Haus angesagt. Der Ofen bollert, ich träume von Samen der Helleboren. Euch eine schöne Zeit!

Samstag, 15. April 2017

Nie mehr allein!

 Hat man denn hier nirgends seine Ruhe? Selbst auf kleinstem Raum ist man nicht mehr allein!
Der Neue drängt sich überall dazu!

Schönen Ostersonntag wünschen wir - hoffentlich habt ihr mehr Platz. ♥

Donnerstag, 13. April 2017

Schöne Ostern euch allen!

 Wir wünschen euch ein schönes Osterfest inmitten von allen Menschen, die ihr gern habt! Mein derzeit gelblastiger Garten läßt euch grüßen, er meint, er bräuchte dringend Wasser.
 Im lichten Schatten wachsen wieder mal ein paar Tulpen, die ich irgendwann gesetzt habe und die alle paar Jahre mal erscheinen.
Und ganz besonders freue ich mich über die zahlreichen aufblühenden Epimedien, darüber werde ich mal gesondert berichten!

Genießt das Wochenende und laßt es euch gut gehen. ♥

Montag, 10. April 2017

Vom Leben auf dem Land - Gedanken

Gerne lebe ich auf dem Land, obwohl ich ein Kind aus der Großstadt bin. Wir hatten immer Gärten, viele, davon habe ich schon berichtet. Doch wenn ich wollte, war ich direkt in der Großstadt – und am Wochenende tourten wir durchs Land und besuchten Verwandte und Bekannte.



Kürzlich wollte mein Mann Gartenerde besorgen, immer ein paar Eimer. Zum ersten mal fuhr ich mit – und war begeistert. Er fuhr mich zu einem Hofgut in unserer Nähe. Dort kann man seine Gartenabfälle hinbringen und auch Rindenmulch (feine Güte), Gartenerde, Kompost, Hackschnitzel und Blumenerde kaufen. Ein Eldorado, sag ich euch!

Wie wild schaufelte ich Rindenmulch, der gar nicht geplant war, in Säcke. Er ist trocken, von feiner Qualität und sehr leicht, im Gegensatz zu den Billigsäcken aus den Gartenmärkten, die oft stinken, wenn man sie öffnet. Aus diesen Grund habe ich immer die teure Pinienrinde gekauft, jetzt allerdings nicht mehr. Und das Gute: Alles ist preiswert, und von guter Qualität. Als nächstes probiere ich die Blumenerde für die Hostas aus, wenn meine hier verbraucht ist.





So kam es mir sehr gelegen, dass ich ein neues Buch bekam. ‚Der Garten meines Lebens‘, die Geschichte der Sesterhof-Bäuerin. Es erzählt vom Leben der Agnes Sester, die auf einem Bauernhof geboren wurde. Den Hof konnte sie nicht übernehmen, sie heiratete einen Jungbauern, der später den Hof seines Vaters übernahm. Die emanzipierte, an Technik gewöhnte junge Frau fand einen Hof vor, der all dies nicht zu bieten hatte. Doch nicht lange, es wurde gespart und angeschafft, und gearbeitet – ein Leben lang auf dem Hof – und mit viel Freude zusätzlich im Garten. Agnes kann ohne einen Garten nicht leben, sagt sie. Und alt ist man erst, wenn man nicht mehr schaffe kann! Ich sehe es ebenso. Ein wunderbares Buch, der von der Kindheit über die entbehrungsreichen Kriegsjahre zum Leben im Alter auf dem Sesterhof führt. Ein emotionales Lesebuch! ♥




 Gebundene Ausgabe: 158 Seiten
 Verlag Eugen Ulmer (11. September 2014)

 ISBN-10: 3800182599
  ISBN-13: 978-3800182596
 Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 2,2 x 24,1 cm
                    
24,90 Euro